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Japan – Ein Reiseüberblick, Tokio, Kyoto und Tagesausflüge

Wir waren endlich in Japan! Wahnsinn! So lange habe ich davon geträumt und jetzt war es endlich soweit! Natürlich möchte ich euch ganz detailliert berichten wo wir waren und was wir in den 14 Tagen alles erlebt haben, aber vorher sollt ihr erst einmal einen Reiseüberblick bekommen.

Bis auf ein paar kleine Pannen ist im Großen und Ganzen alles so abgelaufen wie geplant. Die ersten 5 Tage waren wir in Tokio mit einem Tagesausflug nach Kawagoe, dann 5 Tage Kyoto mit einem Tagesausflug nach Himeji und nochmal 3 Tage in Tokio. Das hört sich vielleicht auf den ersten Blick nicht viel an, aber wir wollten uns Zeit nehmen und uns alles anschauen, was uns interessiert. Dafür war die Zeit schon knapp und einige Punkte mussten wir leider auslassen. Trotzdem haben wir viel erlebt. Was genau, habe ich euch in zwei Grafiken festgehalten. Die abgebildeten Sehenswürdigkeiten stellen aber nur dar, wo wir waren. Was davon besonders toll und was weniger sehenswert war, werde ich euch in den einzelnen folgenden Beiträgen berichten.

Tokio

In der ersten Woche in Tokio hatten wir unser Hotel in Shin-Okubo, nur eine Station vom Bahnhof in Shinjuku entfernt. Rund um Shinjuku, liegt in nur 2 Quadratkilometern das größte Wolkenkratzerviertel des Landes. Ein toller Tipp ist hier das Regierungsgebäude (s. Beitrag). Es hat in seinen zwei Türmen jeweils eine Aussichtsplattform, von denen man einen tollen Überblick über die Stadt hat, und der Eintritt ist kostenlos! Außerdem liegt hier der größte Einkaufsdistrikt Japans, mit jeder Menge riesiger Kaufhäuser, der Shinjuku Nationalgarten (s. Beitrag) und das größte (und eines der ältesten) Vergnügungsviertel Japans, „Kabukichō“, mit den meisten Kinos der Stadt, unzähligen Restaurants, Kneipen und einem riesigen Rotlichtbezirk. Vor allem wenn es dunkel wird und die unzähligen Leuchtreklamen leuchten, ist Shinjuku sehr sehenswert. Man begegnet hier sogar Godzilla ;). Mehr dazu gibt es im eigenen Beitrag zu Shinjuku.

Von Shinjuku aus haben wir uns den Meiji-Schrein (s. Beitrag) angeschaut, der leider (wie viele Tempel und Schreine während wir dort waren) unter Bauarbeiten stand. Nicht weit vom Park entfernt liegt das Stadtviertel Harajuku, welches als eines der wichtigsten Modezentren Japans gilt. Die hier gelegene Takeshita-Street (s. Beitrag) ist eine kleine Einkaufsstraße, in der es überwiegend bunte und außergewöhnliche Jugendmode zu kaufen gibt.

Außerdem waren wir im Ghibli Museum in Mitaka. Die Tickets hierfür mussten wir im Voraus bestellen (man kann sie wohl auch an einem Automaten in einem bestimmten Supermarkt kaufen, das war uns aber zu riskant, da das Museum täglich nur eine begrenzte Anzahl an Leuten einlässt und somit Tickets oft Wochen vorher ausgebucht sind). Das Studio Ghibli, für die die es nicht kennen, ist ein Zeichentrickfilmstudio. Bekannte Animes sind zum Beispiel „Mein Nachbar Totoro“, „Chihiros Reise ins Zauberland“, „Prinzessin Mononoke“ und „Das wandelnde Schloss“. Genaueres zum Museum werde ich euch aber in einem anderen Artikel berichten ;).
Am gleichen Tag waren wir noch auf dem Nakano Broadway, wo es allerlei Anime- und Manga-Dinge zu kaufen gibt.

In der zweiten Woche lag unser Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofs. Von hier aus haben wir den Sensoji-Tempel in Asakusa besucht. Vor dem Tempel gibt es eine lange Souvenir- und Streetfood-Meile, wo es Allerhand zu entdecken gibt. Der Tempel selbst ist wunderschön. Leider war auch hier die große Pagode unter Bauarbeiten.

Die letzten zwei Tage hat es leider geregnet, weshalb wir ein bisschen umplanen mussten und uns das Edo-Museum angeschaut haben. Hier kann man einiges über die Geschichte und das Leben im alten Edo (ehemaliger Name Tokios) erfahren. Am letzten Tag haben wir dann noch Akihabara, die „electric town“ erkundet. Hier liegt das Zentrum des japanischen Elektronikhandels, aber auch Anime, Manga, Merchandise und Videospiele.

Sehenswürdigkeiten in Tokio

Tagesausflug nach Kawagoe

Von Tokio aus haben wir einen Tagesausflug nach Kawagoe unternommen. Ein sehr schönes kleines Städtchen, 30 Zugminuten von Shinjuku entfernt. Die Stadt wird auch Klein-Edo genannt, da es eine sehr schöne Altstadt gibt. Auch der Kita-in Tempel hat viel Interessantes zu bieten. Mehr dazu folgt ebenfalls in einem separaten Beitrag.

Kyoto

In Kyoto (s. Beitrag) hatten wir ein kleines Apartment ganz in der Nähe des Kiyomizu-dera. Von dort aus konnten wir viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden und mussten nur zum Kinkaku-ji und dem Fushimi-Inari Schrein den Bus/Zug nehmen.

Durch gesundheitliche Probleme und Regenwetter mussten wir die ersten Tage etwas langsamer angehen lassen. Hier hat sich der Sanjusangen-do Tempel angeboten. Eine große Halle mit 1000 goldenen Statuen, die wiederum von 28 Wächterstatuen bewacht werden, bietet Schutz vor dem Regen und zudem Einiges zu sehen. Rundherum gibt es einen Garten, der auch bei Regen sehr schön ist.

Am nächsten Tag haben wir die Altstadt von Gion, dem alten Geisha-Viertel, erkundet. Angefangen mit einem der berühmtesten Tempel in Kyoto, dem Kiyomizu-dera, der an einem Berghang liegt und für seine große hölzerne Terrasse bekannt ist. Leider war auch diese unter Bauarbeiten 🙁
Weiter ging es durch die Ninen- und Sannen-zaka, zwei kleine Straßen, die von kleinen alten Läden flankiert sind, bis zum Yasaka und Chion-in Schrein (s. Kyoto-Beitrag). Auch hier, Baustelle… da hatten wir ganz schön Pech!

Etwas außerhalb gelegen, aber mit dem Zug leicht zu erreichen, liegt der Fushimi-Inari Schrein. Er ist berühmt für seine tausende Torii und war für mich der schönste Tempel in Kyoto. Der größte Schrein liegt am Fuß eines Hügels, auf dem es durch die roten Torii zu weiteren kleineren Schreinen geht. Unten war es sehr überlaufen, aber je höher man kommt, umso weniger Leuten begegnet man. Wir sind auch nicht bis ganz nach oben gewandert, da wir am selben Tag noch zum Kinkaku-ji, dem goldenen Pavillon, wollten, der am anderen Ende der Stadt liegt.

Sehenswürdigkeiten in Kyoto

Himeji

Ganz weit oben auf unserer „must-see-Liste“ stand Himeji mit seiner weißen Burg. Sie ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke aus dem Japan des 17. Jahrhunderts und gilt als schönstes Beispiel des japanischen Burgenbaus.

Wir hatten Glück sie an einem Tag mit wenigen Besuchern zu sehen, denn manchmal kann es hier ganz schön voll werden. Auf der Webseite der Burg kann man sich sogar eine Besucher-Prognose ansehen, sodass man sich den Tag mit weniger Besuchern aussuchen kann. Wir konnten uns jedenfalls alles gemütlich anschauen und die Ruhe genießen.

Neben der Burg gibt es zudem einen kleinen japanischen Garten, der wunderschön ist, und man kann sich direkt ein Kombi-Ticket am Schalter der Burg kaufen.

Ich hoffe, euch hat der kleine Reiseüberblick gefallen! Genaueres folgt bald in weiteren Berichten.
Wart ihr schonmal in Japan oder wollt ihr auch unbedingt mal hin? Schreibt uns doch einen Kommentar, wir freuen uns!

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