Irlands Westküste von Kinvara nach Killarney

Unsere Reise, die wir mit einem befreundeten Pärchen antraten, begann erst mal mit einer Stunde Verspätung von Ryanair. Aber was soll’s, da wir eh erst Nachmittags ankamen, wollten wir am ersten Tag ja nur rüber an die Westküste in unsere Unterkunft. In Dublin angekommen haben wir direkt unseren Mietwagen, ein VW Tiguan, abgeholt und schon ging es los. Als Fahrer waren die Männer eingetragen 😉 Das Linksfahren klappte ganz gut, nur um Dublin herum musste man ein bisschen aufpassen, um nicht die richtige Abfahrt zu verpassen. Auf halber Strecke haben wir uns dann in einem Tesco Markt mit Wasser und Süßkram für die weitere Reise versorgt.

Als wir in Kinvara ankamen war es schon dunkel und wir waren ein bisschen erschrocken, als wir in die Straße zum B&B abbogen… Diese glich eher einem Feldweg und wir dachten schon, wo sind wir denn jetzt gelandet? Aber als wir näher kamen, wurde die Straße wieder ein bisschen breiter und unser B&B, das Kinvara Inn, sah schon von außen einladend aus. Zwar sehr einsam gelegen, aber groß und urig, mit einer schönen Bruchstein-Fassade. Wir wurden direkt von Eileen, der Dame des Hauses, empfangen, einer älteren sehr netten Dame, die uns am nächsten Morgen auch ein wunderbar leckeres Frühstück bereitete und uns natürlich auch mit Tipps für die Weiterreise versorgte. Das B&B ist wirklich sehr zu empfehlen, wir wären am liebsten noch geblieben.

Das Dunguaire Castle

Dunquaire Castle bei NachtAm Abend sind wir noch los, um ein paar Astroaufnahmen zu machen, mehr dazu gibt es in einem eigenen Beitrag. Auf dem Rückweg in die Unterkunft hielten wir noch am Dunguaire Castle und machten ein paar Schnappschüsse.

Direkt nach dem leckeren Frühstück von Eileen ging es los. Wir fuhren nochmal zum Dunguaire Castle, dass direkt in Kinvara an der Küste liegt, um noch ein paar Aufnahmen bei Tag zu machen. Über eine kleine Mauer kommt man ans Ufer und wenn man sich ein bisschen durch den Matsch in Richtung Kinvara wagt, kommt man zu einer kleinen Insel mit einem alten zerfallenen Bruchsteinbogen. Von der Straße aus ist dieser nicht zu sehen, aber der Ausflug in den Matsch lohnt sich! Man wird von einem wunderschönen Blick auf das Castle belohnt.

Weiter ging’s zum Flaggy Shore, den man unserer Meinung nach vernachlässigen kann. Man findet hier einen kleinen Felsenstrand an dem die größte Attraktion wahrscheinlich die älteren Damen im Badeanzug waren, die sich morgens in den eiskalten Atlantik wagten.

Dunguaire Castle mit Bruchsteinbogen

Die Kalksteinküste des Burren

Den Burren Nationalpark haben wir zwar ausgelassen, aber seine Kalksteinfelsen ragen bis an die Atlantikküste. Entlang des Wild Atlantic Ways bietet sich hier eine atemberaubende Landschaft. Wir haben hier und da mal angehalten, um ein paar Bilder zu machen, und wurden dabei auch von neugierigen Kühen beobachtet.

Die Kalksteinhügel des Burren reichen bis an die Küste und bilden ein beeindruckendes Bild

Beim Fotoshooting wurden wir von neugierigen irischen Kühen beobachtet

Der nächste Punkt war Fanore Beach, den man ebenfalls auslassen kann. Es ist ein schöner Strand und es gibt dort öffentliche Toiletten, was uns auf dem Road Trip doch ganz gelegen kam. Aber vom Strand an sich gibt es auf dem Weg wesentlich schönere. Wenn man also, wie wir, einen strammen Zeitplan hat, kann man diesen Punkt getrost auslassen.

Fanore Beach mit Blick nach Süden

Doolin

Weiter ging es nach Doolin. Der kleine Ort liegt direkt unterhalb der Cliffs of Moher, auf die man von der Küste aus einen beeindruckenden Blick hat. Die Wellen schlagen hier auf die flache Küste und man muss aufpassen, dass man nicht versehentlich weggespült wird 😉

Wilde Felsenküste in Doolin, im Hintergrund sind die Cliffs of Moher bereits zu sehen

Langzeitbelichtung der wilden Felsenküste in Doolin. Im Hintergrund die Cliffs of Moher

King of the Hill

Doolin selbst ist ein bunter Ort, wie man es häufig in Irland sieht. Wir waren dort im Sea Salt Inn und haben unseren ersten Fish & Chips auf der Reise verputzt. Die Preise waren ok und es war sehr lecker.

Die bunten Häuser von Doolin  Im Sea Salt gibt es leckeres Mittagessen

Die Cliffs of Moher

Die Cliffs of Moher sind eine der größten Attraktionen in Irland und dementsprechend touristisch. Der Parkplatz kostet 6€ pro Person, wir haben leider keinen anderen Parkplatz gefunden.
Die Klippen sind trotz der vielen Touristen (von denen wir im Rest von Irland, selbst in Dublin, kaum was bemerkt haben) immer noch sehr beeindruckend. Wir sind wieder abseits der ummauerten Touristenpfade entlang der Klippen spaziert, wobei wir uns diesmal nicht mehr so nahe ran gewagt haben. Der Wind ging ein bisschen und es war bewölkt, was aber dem Ganzen eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre gab.
An den Klippen verbrachten wir doch mehr Zeit als geplant und da wir schon um 8 Uhr in Killarney einchecken mussten und auch noch die Fähre in Killimer bekommen wollten, mussten wir ab hier alles Weitere auf dem Wild Atlantic Way auslassen und direkt nach Killimer fahren.

Die weltberühmten Klippen von Moher an der Westküste von Irland

Die weltberühmten Klippen von Moher an der Westküste von Irland

Weg nach Killimer und die Shannon Ferries

Der direkte Weg ist ja bekannter Weise nicht immer der beste, und so schickte uns unser Navi über eine einsame (Gott sei Dank kam uns keiner entgegen), teilweise ziemlich steile Straße. Man beachte: Überall durfte man hier 100 fahren und entsprechende Schilder wiesen alle paar Meter auch darauf hin…

Jetzt geht's abwärts  Straße in Irland

Wir kamen gerade rechtzeitig in Killimer an um die Fähre nach Tarbert zu bekommen. Man fährt einfach drauf und bezahlt dann an Bord. Die Fähre brauchte nur eine halbe Stunde und wir verbrachten die Zeit oben auf dem Deck und genossen die Aussicht. Dabei wurde Basti fast sein Muffin von einem Raben weggeguckt xD. Er hat sich nicht getraut näher zu kommen und schön brav gewartet bis ein Krümel runterfällt.

Blick von der Shannonfähre nach Kilrush

Carrigafoyle und Ballybunion Castle

Da wir die Fähre pünktlich bekommen haben, hatten wir doch noch ein bisschen Zeit ein paar weitere Punkte anzufahren.
Die Sonne war schon am Untergehen, wodurch das Carrigafoyle Castle in ein wunderschönes Licht getaucht wurde. Aber weil wir den Sonnenuntergang an der Küste sehen wollten und es nichts weiter zu sehen gab, fuhren wir weiter nach Ballybunion.

Am Carrigafoyle Castle

Sonnenuntergang am Carrigafoyle Castle

Die Sonne ging immer tiefer und tiefer und wir waren gerade rechtzeitig da, da finden wir keinen Parkplatz und als wir endlich am Strand waren, war die Sonne schon weg. Aaaaaargh! Was hab ich mich geärgert!
Ballybunion ist ein schöner Ort, leider hatten wir keine Zeit, um noch ein wenig zu bleiben, denn wir mussten ja einchecken…
In Killarney angekommen waren wir so müde, wir haben uns zwar noch in einen Pub geschleppt, sind aber nach einem Getränk schon wieder zurück und sofort eingeschlafen.

Kurz nach Sonnenuntergang am Ballybunion Castle

Beim nächsten Bericht erzähle ich euch von unserem Trip über die Dingle Peninsula bei herrlichstem Wetter. Seid gespannt!

Macht auch mit bei unserem Facebook-Gewinnspiel, bei dem ihr ein paar Souvenirs aus Irland gewinnen könnt!

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2 Gedanken zu “Irlands Westküste von Kinvara nach Killarney”