Kita-in Tempel in Kawagoe

Tagesausflug von Tokio nach Kawagoe

Kawagoe ist ein malerisches Örtchen, nur 30 Minuten von Tokio entfernt und bietet sich optimal für einen Tagesausflug an. Das Stadtbild von Kawagoe prägen alte Langhäuser aus der Edo-Zeit (1603-1868), weswegen es auch Klein-Edo genannt wird. Während dieser Zeit betrieb Kawagoe engen Handel mit Edo, dem heutigen Tokio. Die Langhäuser sind bis heute erhalten und versprühen einen wunderbaren historischen Charme, von dem in Tokio selbst kaum noch etwas zu spüren ist. Kawagoe bietet aber noch mehr Sehenswertes. Was ihr auf keinen Fall verpassen solltet, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Anfahrt und Orientierung

Kawagoe hat eine sehr gute Zuganbindung an Tokio und ist einfach zu erreichen. Mit der Tobu-Linie vom Bahnhof Ikebukuro dauert es nur 30 Minuten. Am Bahnhof in Kawagoe könnt ihr an der Touristeninformation eine Übersichtskarte erhalten oder ihr ladet euch diese vorab herunter. Die Seite http://www.koedo.or.jp/foreign/german/ ist sogar auf deutsch und enthält super nützliche Informationen. Hier findet ihr auch weitere Anfahrtsmöglichkeiten.

Der Kita-in Tempel

Bereits auf dem Weg zum Kita-in Tempel, eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Kawagoe, gibt es einiges zu entdecken. Man kommt an mehreren kleinen Tempeln und Schreinen vorbei, die einen kurzen Abstecher lohnen.

Statue in Kawagoe
Statue auf dem Weg zum Kita-in Tempel in Kawagoe
Tempelaufgang kleinerer Tempel auf dem Weg zum Kita-in Tempel in Kawagoe
Kleinerer Tempel auf dem Weg zum Kita-in Tempel in Kawagoe

Der Kita-In Tempel ist der berühmteste Tempel der Präfektur Saitama. Der Tempel an sich ist schon schön, er bietet aber zudem noch einige sehenswerte Highlights. Auf dem Gelände befindet sich eine kleine Pagode mit einem kleinen Brunnen davor, die ein malerisches Bild bieten.

Kita-in Tempel Kawagoe
Kita-in Tempel in Kawagoe
Pagode am Kita-in Tempel in Kawagoe
Pagode am Kita-in Tempel in Kawagoe

Durch enge Kontakte mit dem Shogunat in der Edo-Zeit wurden Teile der Edo-Burg (heutiger Kaiserpalast) nach Kawagoe gebracht. Heute sind diese die letzten verbleibenden Gebäude der Edo-Burg und befinden sich direkt neben dem Tempel. Im inneren der Burg darf leider nicht fotografiert werden, aber sie ist sehr sehenswert. Besonders gut hat uns gefallen, dass Sie noch teilweise eingerichtet ist. So kann man sich sehr gut vorstellen, wie wohl das Leben zu der Zeit war.

Edo-Burg in Kawagoe
Edo-Burg in Kawagoe

Absolutes Highlight war für uns der Garten Gohyaku Rakan. Hier findet man 540 Statuen der Schüler Buddhas. Jede von ihnen drückt eine andere menschliche Emotion aus. Eintritt bekommt man nur im Zusammenhang mit dem Burg-Ticket. Am Eingang erwartete uns ein überaus freundlicher älterer Herr der uns auf Deutsch! erklärte, dass es auch Statuen mit den 12 Tierkreiszeichen gibt. Wenn man sein Tierkreiszeichen findet, muss man dem Buddha über den Kopf streichen und darf sich dann was wünschen. Einige der Buddhas waren sehr lustig. Besonders der, der in der Nase bohrt, gefiel uns.

Garten Gohyaku Rakan
Garten Gohyaku Rakan
Buddha Statue im Garten Gohyaku Rakan mit dem Tierkreiszeichen Hase
Buddha Statue im Garten Gohyaku Rakan mit dem Tierkreiszeichen Hase

Statue eines lächelnden Buddha im Garten Gohyaku Rakan

Statue eines in der Nase bohrenden Buddha im Garten Gohyaku Rakan

Die Burg Honmaru Goten

Nicht weit vom Kita-in Tempel entfernt liegt die Burg Honmaru Goten. Es ist das älteste Bauwerk in Kawagoe und wurde im Stil der Samurai errichtet. Einige Teile des Gebäudes wurden rekonstruiert und stellen nur noch einen Bruchteil des originalen Gebäudes dar. Die Räume sind sehr einfach dekoriert und unmöbliert. In einem Raum finden sich repräsentierende Puppen wieder, die eine Verhandlung darstellen. Wir fanden die Edo-Burg am Kita-in wesentlich interessanter als die Burg Honmaru Goten, aber dennoch sehenswert.

Burg Honmaru Goten in Kawagoe
Burg Honmaru Goten in Kawagoe
Garten der Burg Honmaru Goten
Garten der Burg Honmaru Goten
Puppen im der Burg Honmaru Goten in Kawagoe
Puppen im der Burg Honmaru Goten in Kawagoe

Die Altstadt von Kawagoe

Neben den alten Langhäusern, die das Straßenbild prägen, gibt es eine weitere Besonderheit, die Kashiya Yokocho, die Süßigkeitenstraße. In der Edo-Zeit wurde damit begonnen, in Kawagoe Süßigkeiten herzustellen. Nachdem 1923 Tokio durch das große Kanton-Erdbeben zerstört wurde, wurde Kawagoe Hauptproduzent und Zulieferer für Süßigkeiten. In der Kashiya Yokocho kann man auch heute noch allerlei traditionelle Süßigkeiten erwerben, was sehr beliebt bei Touristen ist (wie man auf folgendem Bild deutlich sehen kann).

Süßigkeitenstraße in Kawagoe
Süßigkeitenstraße in Kawagoe
Traditionelle Langhäuser in Kawagoe
Traditionelle Langhäuser in Kawagoe

Für Ghiblifans (wie mich) gibt es zudem noch ein besonderes Highlight. Inmitten der traditionellen Handelshäuser wartet Totoro auf uns und lädt uns zum ausgiebigen Shoppen in seinem Laden ein.

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Ghibli-Shop in Kawagoe

Fazit

Kawagoe ist ein wunderschönes Städtchen mit viel historischem Charme, dass durch seine Nähe zu Tokio ein optimales Ziel für einen Tagesausflug bietet. Wir können es nur wärmstens empfehlen!

Ich bin auf Kawagoe auf dem Reiseblog von Wanderweib gestoßen. Hier gibt es eine ganze Sammlung an Tagesausflügen, die ihr von Tokio aus unternehmen könnt, und viele weitere Berichte über Japan. Schaut mal vorbei!

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