Kleiner Panda im Baum

Zoo Leipzig – immer einen Besuch wert

In diesem Beitrag geht es um den Zoo Leipzig. Neben ausführlichen Informationen könnt ihr euch an vielen Bildern erfreuen. Findet heraus, ob ein Besuch des Zoos auch etwas für euch ist.


Der Zoo Leipzig

Der Zoologische Garten Leipzig wurde vielfach als einer der besten Zoos in Europa ausgezeichnet. Entsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an den Besuch. Der Zoo öffnet morgens um 9:00 Uhr und man sollte frühzeitig an sein, damit man genügend Zeit hat, den kompletten Zoo zu erkunden. Die Eintrittskarten kosten für einen Erwachsenen etwas über 20 €. Fotografieren für private Zwecke ist erlaubt. Lediglich die kommerzielle Nutzung der Bilder ist verboten und muss vorher mit der Zooleitung abgestimmt werden.

Zoo Leipzig Eingang

Eingang zum Aquarium Zoo Leipzig

Wir waren früh dort und an den Kassen hatten sich noch keine Schlangen gebildet. Direkt hinter dem Eingang stoßen wir bereits auf die ersten seltenen Tiere.

Viele Gebäude sind bereits über 100 Jahre alt und geben dem Zoo einen ganz besonderen Charme. Trotzdem sind die Anlagen der Tiere sehr schön und zeitgemäß gestaltet. Gitterstäbe und winzige Gehege sind die absolute Ausnahme.

Oft teilen sich mehrere Arten sehr große Außenanlagen, statt dass jede Tierart ihr eigenes kleines Gehege besitzt. So laufen auf der Savanne Giraffen, Zebras und Gazellen gemeinsam über ein großes Feld und können von einer Lodge mit Balkon und Restaurant beobachtet werden. Vor dem Elefantengehege befindet sich eine große und überdachte hölzerne Aussichtsplattform mit vielen Bänken, sodass man hier bei einer Pause gut die Elefanten beobachten kann, wie sie durch ihre Außenanlage wandern. Das Elefantenhaus ist ein älteres Gebäude im Stil eines indischen Tempels, komplett mit Ganesha-Statue.

Allgemein sind die Gehege sehr großzügig gestaltet. Selten findet man noch das ein oder andere Gehege aus vergangenen Zeiten, für deren Tiere noch keine neue Bleibe zur Verfügung steht. Es wird aber kontinuierlich an neuen Tierhäusern und Außenanlagen gebaut, sodass die Hoffnung besteht, dass auch die letzten Tiere bald in ein besseres Zuhause umziehen können.

Unser Besuch

In vielen anderen Zoos, in denen wir bisher waren, lagen die Tiere meist relativ faul irgendwo in einem Versteck herum. Selten sind die Tiere wirklich aktiv. Wir waren positiv überrascht, dass in vielen Gehegen echte Action war. Viele Tiere tollten herum und waren aktiv. Mehrmals kamen wir genau zur Fütterungszeit an den Gehegen an. Normalerweise versuchen wir das zu vermeiden, da man meist nur jede Menge dicht gedrängter Menschen sieht und kaum einen Blick auf das eigentliche Geschehen erhaschen kann. Das war hier nicht so, sodass wir auch die Fütterungen super verfolgen konnten.

Die Leoparden hatten vor ein paar Wochen Nachwuchs bekommen. Auch hier hatten wir echtes Glück, so konnten wir den beiden Jungen für eine längere Zeit beim Umhertollen und Spielen mit Mama zuschauen.

Kleiner Panda im Baum

Giraffen-Gruppe
Löwenweibchen mit Spielball
Nahaufnahme Giraffe
Zoo Leipzig Schneeleopard
Erdmännchen auf Felsen beim Beobachten

Leopard Porträt
Schimpanse in gemütlicher Sitzposition beim Essen
Hyäne Männchen beim Wittern

Oran Utan rennt über Wiese
Orang Utan Mann beim Futtern

Gondwanaland – das Highlight im Zoo Leipzig

Ein besonderes Highlight im Zoo Leipzig ist das riesige Gondwanaland. Hierbei handelt es sich um eine große treibhausähnliche Halle, komplett mit Urwald, Fluss, Höhlen, Inseln, Seen und Baumwipfelpfad. Es ist größer als zwei Fußballfelder und bietet deshalb Lebensraum für etwa 140 exotische Tierarten und 500 verschiedene Baum- und Pflanzenarten. Das Gondwanaland bietet einen Einblick in die Regenwälder Afrikas, Südamerikas und Asiens. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass trotz Sonnenschein und warmen Temperaturen, beim Betreten des Gondwanalandes die Brillen und Kameraobjektive beschlagen. Fotografieren kann daher in den ersten Minuten im Gebäude etwas schwierig sein.

Das Gebäude ist so groß, dass man während des Besuchs immer wieder kleine Vogelschwärme ihre Runden durch die Halle ziehen sieht. Sogar eine Bootstour über den Fluss im inneren des Gondwanalands ist möglich, damit der Urwald auch auf entspannte Weise erkundet werden kann.

Es gibt eine eigene Insel für eine ganze Bande Totenkopfäffchen. Die Besucher können die Insel betreten, werden aber darauf hingewiesen, die Äffchen nicht anzufassen oder zu füttern, das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Auch alle lockeren Kleidungsstücke, Hüte usw. sollten vorsorglich festgehalten werden, weil die Äffchen manchmal wohl rechte Langfinger sind und niemand möchte seinen Hut aus dem Baum fischen müssen.

Überall finden sich Gehege und abgetrennte Wasserbereiche mit den unterschiedlichsten Tierarten. So schwimmen in einem Bachlauf quirlige Zwergotter, in Aquarien in einem begehbaren Vulkanstollen ruhen riesige Amazonas-Fische, man trifft auf Ozelots, Seen mit Gavialen und in den Bäumen hangelt sich ein fleißiges Faultier durch die Äste.

Egal wo man hinschaut, im Gondwanaland gibt es in allen Ecken und Winkeln etwas zu entdecken.

Zoo Leipzig Baumwipfelpfad Gondwanaland

Zoo Leipzig Flussfahrt im Gondwanaland
Zoo Leipzig Totenkopfäffchen
Zoo Leipzig Zwergotter

Gavial im Wasser
Zoo Leipzig Faultier

Zoo Leipzig Farbenprächtiger Vogel
Violette Orchidee

Fazit Zoo Leipzig

Der Zoobesuch hat sich absolut gelohnt. Der Großteil der Gehege ist vorbildlich gestaltet und die Tiere machen einen munteren und aufgeweckten Eindruck. Der Eintritt ist zwar nicht gerade billig, aber so ein Zoo muss eben auch unterhalten werden. Winzige Käfige mit Gittern sind natürlich günstiger, aber ich möchte keine apathischen Tiger rastlos in Hasenställen umherlaufen sehen.

Wir haben bisher bereits einige Zoos besucht, darunter Dublin, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Wien. Der Zoo Leipzig ist neben dem Tiergarten Schönbrunn in Wien mein absoluter Spitzenreiter.

Anreise, Hotel und Parken beim Zoo Leipzig

Da wir etwas weiter weg von Leipzig wohnen, ist es nicht möglich, morgens hin und abends wieder zurück zu fahren. Daher sind wir einen Tag vorher angereist und haben uns die Stadt angeschaut. Nach einer Übernachtung und leckerem Frühstück stand am nächsten Morgen der Zoobesuch an.

Geparkt haben wir im Zoo-Parkhaus. Das Auto kann dort über Nacht stehen bleiben, man sollte jedoch die Öffnungszeiten des Parkhauses beachten, falls man das Auto mitten in der Nacht doch benötigt. 24 Stunden kosten 6 €.

Im Mercure Art Hotel Leipzig haben wir übernachtet. Das Hotel liegt nur ein paar Gehminuten vom Parkhaus und vom Eingang des Zoos entfernt. Auch die Innenstadt lässt sich zu Fuß in etwa 15 Minuten erreichen.

Stadt Leipzig

Wer ein paar Stunden Zeit hat und nicht nur schnell in den Zoo und danach nach Hause möchte, sollte sich etwas Zeit nehmen und die Innenstadt besuchen. Vom Zoo benötigt man etwa 15 Minuten zu Fuß bis zum zentral gelegenen Marktplatz. Bei schönem Wetter kann man den Abend in der Fußgängerzone ausklingen lassen und Straßenmusikern lauschen.

Wer möchte, kann auch Auerbachs Keller besuchen. In dieser Gaststätte kehren Mephisto und Faust in Goethes Drama Faust ein. Hier will Mephisto Faust zeigen wie leicht sich’s leben lässt. Auerbachs Keller befindet sich in der Altstadt, etwas versteckt in der Mädler-Passage, ist aber gut ausgeschildert. Da es sich um einen Keller handelt, liegt dieser unter der Passage. Also zunächst die Mädler-Passage betreten, relativ nahe des Eingangs sind rechts und links je eine Treppe, die hinab in den hellen und schön eingerichteten Keller führen.

Altes Rathaus und Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Marktplatz Leipzig
Thomaskirche Leipzig

Leipzig Fahrrad, Fahrradschloss witzig und nutzlos
In Leipzig braucht man wohl keine Angst vor Fahrraddieben zu haben?

Weitere Informationen zum Zoo findet ihr auf der Homepage des Zoologischen Gartens Leipzig.

Informationen zum Zoo-Parkhaus gibt es hier.

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